warm

Monday, August 4. 2008
da es jetzt gerade regnet und ich keine lust habe das ölzeug anzulegen um rauszugehen, hier in kurzer zusammenfassung die letzte woche:

26.7.08 - fury, brunsbüttel - wattstock festival
wir haben wieder die frühschicht. also mache ich mich ziemlich früh auf den weg nach brunsbüttel. leider packe ich meine klamotten in aller eile am morgen, und so vergesse ich ein detail, was sich später rächen wird. aber ansonsten erstmal routine. um 10 uhr beginnen wir mit dem aufbau im zirkuszelt. hier hatten wir vor zwei jahren schonmal gespielt. damals auch im zelt. letztes jahr hat man dann ein open air versucht, und ist promt abgesoffen. aber es ist ja immer alles anders als man denkt, und so ist nun dieses jahr im zelt schon morgens eine affenhitze. und wir haben dann den ganzen tag frei und was hab ich nicht mit? na logo: kurze hose. also bleibt nur das hochkrempeln und barfuss durch die gegend laufen. im garderobenwohnwagen ist es noch am ehesten auszuhalten. bis auf die momente in denen die diversen vorgruppen des festivals bei ihren gitarren soli die tonarten verlassen. da zieht es mir einfach die schuhe aus. jungs (oder mädels?, hab ich nicht gesehen, nur gehört) schnelligkeit ist doch nicht alles. tonaler zusammenhang macht auch freude!
dann sind wir am abend endlich dran. der umbau ist dank genügend zeit und rollrisern entspannt und wir sind gut in der zeit. beim huldigen gibt es dann zur abwechslung mal eine örtliche spezialität - den wattenläufer. sehr lecker. und mal was anderes. vielleicht sollte man auf den letzten shows im august öfter auf solche sachen zurückgreifen. dann lernt man ja den ort auch besser kennen, in dem man gerade spielt.
auf der bühne wird es dann dank außentemperatur, viel licht und nebel und rock'n'roll eine hitzeschlatz ohne gleichen. christof hat für sich zum glück einen wischfisch ergattert und kann zwischendurch mal abtupfen. ich leider nicht, und so zerfließe ich auf meinem platz mittendrin.das konzert ist ein gutes und der abbau geht zügig.
27.7.08 - hotel van cleef festival
am nächsten morgen mache ich mich zeitig auf. heute steht der besucht von omas teich festival mit meiner frau auf dem zettel. immer noch ist es sehr warm und dort angekommen gibt es erstmal ein kaltgetränk. das nachmittagsprogramm ist eher nicht so interessant. ich spicke erstmal ein wenig und finde den sound mal so und mal so. je nach dem, wo man auf dem platz steht. als pa hängt da ein nexo alpha e. nicht mein lieblingssystem, so wie es da hängt, aber absolut grauenhaft. als es dann interessant werden soll und die etwas bekannteren acts auf der liste stehen, gibt es dann ein unwetter das sich gewaschen hat. also wird vorsichtshalber der platz geräumt. wind, oder besser sturm, regen gewitter. wir fahren zur überbrückung der zeit ins nächstgelegende dorf und essen was. anschließend fahren wir zurück. der wind hat sich gelegt und das programm geht weiter. etwas verkürzt zwar, aber die beiden hauptacts spielen ihr komplettes programm. die bühne ist inzwischen komplett ohne planen und so kann man sehr schön auf die windräder hinter der bühne sehen. eigentlich ein schöneres bild als immer nur schwarze gaze. leider kann man den darbietungen von tomte und kettkar als unwissender (so wie ich) nicht so richtig folgen, da man die texte schlecht bis gar nicht versteht. und das ist bei deutscher musik ein echtes manko. ich schiebe das aber mal eher auf das system als auf den kollegen am mischpult. ansonsten ist die sache nämlich nicht schlecht klingend. kurz vor ende machen wir uns auf den heimweg und gehen nochmal durch den nicht nur vom sturm verwüsteten campingplatz. eigentlich sah es vor dem sturm schon genauso aus.
hier bleiben mir vom hurricane und von diesem festival eigentlich nur zwei gedanken.
erstens überlege ich es mir stark ob ich nochmal zelte, hier ist meine auffassung von sauberkeit inzwischen einfach anders. und
zweitens werde ich mich noch mehr um eine gute verteilung des sounds kümmern wenn ich verantwortlich bin. was ich in letzter zeit so angeboten bekommen habe als gast, war wirklich nicht den heutigen möglichkeiten entsprechend. aber jetzt sind erstmal drei tage frei.
31.7.08 - fury, trier ampiebientheater
bevor es im august in die absolut letzte runde geht, gibt es noch ein gemütlichen klassenausflug nach trier. los geht es wieder am abend vorher. wir haben die ehre den neuen nightliner der trucking firma jungfernzufahren. man hat sich viel mühe mit dem ausbau gegeben. hier gibt es im gegensatz zu vielen anderen bussen nun grüne lederbänke statt einzelsesseln. und die stangen für die tische gehen nicht nach unten, sondern sind an der decke befestigt. so hat man herrliche beinfreiheit. nur die bereitstellung von table dancerinnen in entsprechender größe macht probleme.

wenn man aber dann den kopf in fahrtrichtung dreht, sieht man folgendes:

jawoll, eine echte zapfanlage. nur war die chefetage leider der meinung wir würden bei einem wochenendausflug nicht 30 liter bier wegbekommen. und so trinken wir das bier wieder aus flaschen. aber nächstes mal...
nach einer etwa holprigen aber ansonsten ruhigen fahrt kommen wir morgens zum frühstück an. das wetter zeigt sich wieder von einer prächtigen seite und ich hab eine kurze hose mit. herrlich. die abteilung licht fängt heute vor dem ton an. wir haben die eigene deko mit und das dauert etwas. also ist zeit um etwas zu relaxen und zu daddeln. der bus parkt am ende genau bei den garderoben und dem catering. hier läßt es sich dank klimaanlage dann gut aushalten. der hof gehört zu einer grundschule und da gibt es dann an der wand dieses schild zu lesen:

schade. also nix mit sport für uns. eindeutig falsche uhrzeit. da müssen wir aufbauen. und auch die pinkelbecken sind in einer etwas gewöhnungsbedürftigen höhe angebracht:

ab 14 uhr geht es dann ans aufbauen. ganz gemütlich und ohne stress bei der hitze. lichtmann jensie hat seine neuen kumpels mitgebracht, die sich von nun an hinter mir auf meinen racks tummeln werden. vari*lite vl 3000. mannomann, ganz schön mächtig die dinger. und nicht schlecht warm. ich freu mich schon auf die nächsten club shows :-(
ab heute auch wieder dabei die jungs und sissi von den di-recs, die nun wieder fast jede show live hinter der bühne aufnehmen um sie dann direkt nach ende der show auf einem usb stick zu verkaufen. daniel hat sich an diesem historischen ort ein feines plätzchen ausgesucht. zusammen mit ca. 30 total begeisterten spinnen mischt er diese show in den katakomben der arena.

was zuerst aussieht wie ein kistenlager ist in wirklichkeit das studio:

leider ist der weg ins catering ein langer. durch einen tunnel über einen berg und durch den wald.

wenn man sich anstrengt kann man je nach fantasie im tunnel entweder den geruch der löwen oder den angstschweiß des futters riechen. andere haben allerdings gesagt, es richt einfach nur muffig. auf jeden fall rennt man so nicht alle 5 minuten ans buffet um sich einen keks zu holen. und das ist sehr gut für die figur. weniger gut ist allerdings der nachtisch:

was hier leider aussieht wie moppelkotze, ist sehr leckerer schokopudding, auf irgendeinem kuchenboden mit obst. und so ist denn die ganze gesellschaft nach dem essen sehr entspannt und lungert so rum.

um 9 geht dann endlich die show los. auch heute ist alles wieder prima, aber es kommen natürlich die ganzen sprüche die in so einer arena kommen müssen: lasst die löwen rein .....
als abschluss noch ein bild, das die neuen kumpels zeigt. oder besser, das was sie so raustun. ist schon eine beachtlich feste masse licht die die so von sich geben.
bild von www.fury.de

der abbau inkl. des verladens gestaltet sich dann etwas länger, da man so alte gemäuer natürlich nicht mit einem sattelschlepper befahren kann. so weit waren die römer logistisch dann doch noch nicht. aber auch das ist dann geschafft. heimreise.
1.+2.08.08 - heartbreakersball - bremen
und die strafe folgt natürlich wieder auf den fuß. hbb open air im bremer stadionbad. eine party mit 4 areas, die es komplett auszustatten gilt. immerhin gibt es einen tag vorbereitung und packen. also falle ich in hannover aus dem nightliner und begebe mich direkt zum bahnhof. schnell einen zug gesucht und zum glück noch zeit erstmal zu frühstücken. als ich in bremen einlaufe, regnet es in strömen. aber im radio wird gesagt die party findet statt. na denn. auf gehts - kurze planbesprechung und ich mache mich mit meinem tonkollegen ans packen. von der kleinen aktiv anlage für den "car wash" über eine kleine chill anlage, eine standart rock'n'roll pa für die "house area" bis zur cobra 4 für die main area. diverse plattenspieler, cd player und ein paar funken. alles ist relativ schnell zusammengesammelt. ab nach hause. vorschlafen. der veranstaltungstag wird streng.
los geht der aufbau um 9:00 uhr. die ground supports stehen schon seit gestern abend und wir arbeiten uns zügig durch, von der größten bis zur kleinsten anlage. schwierigkeiten gibt es zum glück keine und auch das wetter ist wieder richtig gut. am späten nachmittag kann ich mich sogar ein stündchen in die sonne legen und nicker ein wenig weg. dann kommen die ersten djs und der abend geht los. was soll ich sagen. ich finde so veranstaltungen ja eher todlangweilig. alberne kennenlern spielchen und absolut nicht meine musik. und fast nichts zu tun. außer natürlich die djs zügeln, die wie immer im laufe des abends alle regeln vergessen, und einfach nicht merken, das sie die anlagen nur immer mehr in die limiter fahren. lauter als vom veranstalter gewünscht wird es einfach nicht.
leider ist der area plan des veranstalter nicht sehr glücklich. man hört mehr oder weniger jede area überall. da wäre das konzept mal dringend zu überdenken. bis auf drei vier schäuerchen bleibt der abend auch eigentlich sehr schön. um 3 ist dann schluss und es beginnt der abriss. nachdem der erste lkw gegen 7 voll ist. mache ich feierabend und fahre nach hause. der tag war lang und weilig.
es folgt der schrittweise abgesang der fury band. 17 shows to go.

anstrengend

Wednesday, July 16. 2008
11.7.08 - lotto king karl and the barmbek dreamboys & girls - quickborn, holstenstadion

die frage war: monitor oder foh betreuung?
na denn lieber monitor. endlich mal wieder ein xl3 und wedges. das hab ich lange nicht gemacht. mal sehen ob das noch funktioniert. aber bei dem equipment das auf der liste steht, habe ich da eigentlich keine bedenken.
der tag geht früh los. um viertel vor sieben sammle ich den ersten mitfahrer und um sieben den zweiten in bremen ein und ab auf die bahn. ohne verzögerungen stautechnischer art sind wir dann auch um viertel vor neun am "holstenstation" in quickborn, welches sich aber für unseren part als simpler aschenplatz erweist. leider ist die veranstaltende fraktion nicht so pünktlich. und auch der security, der eigentlich aufpassen sollte auf die schon gebaute bühne etc. ist weit und breit nicht zu sehen. so stehen wir dann erstmal eine halbe stunde vor verschlossenen stadiontüren, während die schlange der arbeitswilligen immer länger wird. "pünktlich" um halb zehn kommt dann der irgendwir rantelefonierte platzmeister und gewährt uns einlass. natürlich ist von den versprochenen vier helfern erstmal auch keiner da. wozu auch. das konzert geht ja erst um 21 uhr los. jedenfalls melden sich im laufe des aufbaus wenigstens zwei der helfer.
das licht hängt schon und deswegen können wir uns direkt an den aufbau auf der bühne machen. also erstmal material gesichtet und einen plan gemacht was wo wie stehen soll. der anbau ist leider etwas spartanisch geraten. da ausser LKK noch zwei supports geplant sind, wir es mit dem monitorplatz und dem service platz eng auf dem deck. aber, man muss nur drüber reden, dann geht auch das. da die ampracks leider etwas zu hoch sind um das pult draufzustellen, kommen diese zusammen mit dem eq rack halt dahinter. das ergebnis finde ich jedenfalls recht übersichtlich. ich nehme so die hälfte des anbaus ein, die andere wird dann service und aufgang.
der platz

auch der pa man frickelt vor sich hin und hält sein amping und sonstiges fein von der bühne fern. als pa gibt es 8 tops xlc pro seite und insgesamt 12 x-line subs in l/c/r aufstellung. also auch nichts wahnsinnig außergewöhnliches. aber leider mit "männeramping". ein case mit 3 crest 8001 läßt sich auf asche boden echt scheisse schieben.
auf der bühne hab ich immerhin 14 xc15 wedges sowie sidefills aus x-line sub und ev 2122232425 boxen. da soll wohl was rauskommen. dazu gibt es noch zwei in ear strecken von unserer seite und zwei bringt die produktion mit. ebenfalls noch auf der liste insgesamt 4 vocal und eine saxofonstrecke. mal schauen wie das mit dem frequenzmanagement wird. jedenfalls nimmt der aufbau so seinen weg. zwischendurch ist dann auch mal zeit für einen tasse kaffee. irgendwann zwischen eins und zwei kommt dann die LKK crew mit einem sprinter voll backline angefahren. kurze abstimmung und weiter geht das werkeln. insgesammt eine sehr lockere atmosphäre mit viel frotzeleien. ich bin schließlich bremer. und gegen werder wird hier nicht gelästert meine lieben hamburger! der tourleiter von LKK gibt auch beizeiten einen zeitplan raus. prima. darauf steht: 16:30 soundcheck lotto, 18:00 doors open, 18:00 - 20:15 supports, 21:00 LKK, 0:00 Ende. naja, immerhin schon mal was. jetzt müssen wir nur mal klären, was denn nun mit den supports geht. keine namen, nur eine anweisung, keine zeiten. tolle planung. jedenfalls taucht irgendwann jemand auf mit einem schild "stagemanager". der muss es ja wissen. pustekuchen. aussagen wie Lotto spielt um 21:00 uhr kann ich mir auch vom zettel ablesen. was ist mit den vorbands. äh ja.... die fangen an, und wenn ich sage schluss ist schluss. ja und wann fangen die an????? also machen wir mit den bands den plan selber, so daß er in die drei stunden passt. der soundcheck von lotto geht etwas durcheinander aber ziemlich zügig vonstatten. wir checken dann die backline der vorband, und dann geht es auch schon los. band eins spielt einen unauffälligen mix aus eigenen und gecoverten stücken. ganz nett und tut nicht weh. nummer zwei covert RHCP und bringt auch ein paar eigene sachen in diesem stil. ebenfalls nett, und auch nicht schlechter als das original. dann kurzer ab/umbau und linecheck für LKK. und um 21 Uhr gehts ab. und der spielt wirklich drei stunden. hätte ich so nicht gedacht. aber war ganz witzig die show, und musikalisch geht da mit der band wirklich was.
zwischendurch finden wir von der toncrew reihum zeit was zu abend zu essen und können etwas entspannen um kräfte für den abbau zu sammeln. die brauchen wir dann auch. die helferzahl schwankt so zwischen null und drei für die gesammte produktion inkl. backline. entsprechend zäh wirds dann. das ende bestreiten wir dann natürlich alleine. zum glück wird das material nur in den trailer geschoben und getippt. also nichts mit stapeln. nach zweieinhalb stunden ist die tür zu und es geht richtung heimat. an der ersten raste noch schnell eine bockwurst und einen kaffee und dann im tiefflug über die bahn. die zwei kollegen abgeliefert und um halb fünf ins bett.

12.7.08 - fury in the slaughterhouse - duisburg, park kult tour


gegen zehn heißt es dann schon wieder aufwachen. ein "frischer" tag wartet. ich hab leider etwas muskelkater. schon doof so ein tag fast ohne helfer. aber neuer tag....
um kurz nach zwölf kommt ralf, backliner stage left, am bahnhof meiner wohnstadt delmenhorst an. der zug hat sogar nur eine minute verspätung, und wir machen uns auf den weg nach duisburg. auch heute ist die fahrt erstaunlich staufrei und um 15 uhr sind wir in duisburg. trotz vorheriger absprache läßt der senile parkplatzwächter uns nicht in den backstage bereich, aber wir finden zum glück einen parkplatz um die ecke. als nächstes sollen wir ein bandchen vorweisen, welches es aber erst auf dem gelände gibt. das sind schon wieder vorboten einer wahnsinnigen organisation. vor drei jahren haben wir schonmal hier gespielt. da war neben der organisatorischen auch die bühnentechnische situation wirklich bescheiden. immerhin hat es sich auf der ebene der bühne etwas weiter entwickelt. (siehe eintrag vom 23.8.05 - mal wieder das thema ladewege) immerhin gibt es heute ein ladedock. schönheitsfehler: es ist hinten an der bühne, genau in der mitte. also da, wo meine racks stehen sollen. damit ist es ziemlich wertlos. der plan sieht folgendes vor:
Während des Auftritts von Jaded Sun (ab ca. 18:30 Uhr bis ca. 19:30) kann hinter dem Bühnenvorhang auf einer Tiefe von 3m und der ges. Bühnenbreite vorbereitet werden.
soweit die theorie. in der praxis muss dann aber erstens die band die vor jaded sun spielt erstmal noch runter von der bühne - durch das nadelöhr ladedock - wir mit unserem krempel rauf auf die bühne, wir haben nur einen riser statt der benötigten zwei, weil einer noch auf der bühne ist, und können eh nur teilweise aufbauen, weil ja jaded sun noch wieder runtermuss - durch das nadelöhr.
Nach dem Jaded Sun Auftritt wird der vordere Vorhang herunter gelassen und die
Cowboys On Dope spielen ihr Akustikset. (ca. 19:45 Uhr bis 20:20 Uhr) Währenddessen kann die gesamte Bühne vorbereitet werden und im Anschluss dann der Linecheck.

das war im prinzip der gleiche plan wie vor drei jahren, nur, daß der vorhang gar nicht existierte. den hat angeblich jemand telefonisch wieder abgesagt. aber latte, dann turnen wir halt wieder im rücken der band rum und sind zu sehen. irgendwie müssen wir ja fertig werden. werden wir auch, nur leider hat die örtliche pa firma die 6 oder 7 kanäle der cowboys irgendwie über das ganze pult verteilt, anstatt sie so zu sammeln, das foh samson vielleicht schon mal eine hälfte des pultes fertig machen kann. nicht gerade clever. so kann er sich aber wenigsten langsam an die schöne einzelverstrippung und den gefährlich wackelnden einzelkistensiderackturm gewöhnen. die geplanten 10 minuten sound/linecheck sind eh schon sehr knapp für 34 kanäle (immerhin fast 18 sekunden pro kanal), und die cowboys müssen ja auch erstmal aus dem weg - nadelöhr - und wenn dann der foh betreuer mit input und output bei den inserts nicht klarkommt..... was soll man sagen???
da der zeitplan eh schon etwas hinten liegt wegen überziehung der beiden gruppen vor uns, wird es nun wirklich eng. geplant war ein curfew um 22:00 uhr. man hatte etwas luft bei den ämtern herausgehandelt, so daß um 22:15 endgültiges ende sein musste. losgegen sollte es um 21:30. los gehts um 5 vor zehn glaube ich. also gibt es die wohl kürzeste fury show dieses jahr. aber die leute sind echt selber schuld. wenn ich so ein curfew habe, macht es doch keinen sinn den headliner so nah ans ende zu legen. oder ich bin mit den vorgruppen so streng, daß die auch wirklich zeitig von der bühne sind. immerhin haben wir die auf/umbauzeit die uns gegeben war eingehalten, obwohl die vorgabe schon unter dem lag, was wir normalerweise brauchen. zum glück hat alles gespielt und wir mussten nicht noch fehler suchen. naja. wieder eine show weniger auf dem weg zum ende. ab ins hotel.

bestrafung

Monday, July 7. 2008
am tag danach irgendwo in der nähe von bremen

die bestrafung für die schöne show kam auf den fuß. der anruf kam wieder kurzfristig. völlige not am man. veranstalter hat vergessen personal zu buchen, alle unterwegs usw. ok. was solls denn sein. firmenbetriebsfeier, musicaltruppe, band mit bläsern, kleines besteck, m7 in der front, 4 wege monitor. ok kein problem. nur muss ich um halb 9 los um von sögel in die nähe von bremen zu kommen. geht aber problemlos. ich komme gut durch und bin um 5 vor 10 da. dann die erklärung. also die eigentliche veranstaltung war gestern schon. heute sind noch zwei kleine außenbaustellen mit jeweils 1 mikro und einer box über und das zelt. dadrin spielt gerade eine blaskapelle (band mit bläsersatz, jaja) und es stehen zwei mikros für reden parat. naja reden wird den ganzen tag dann niemand, egal.
gedanken eines musikliebhabers: warum bleiben mittelmäßige blasorchester nicht bei werken, die für sie geschrieben wurden. märsche usw. westside story und john miles‘ „music“ ist nichts für euch. ihr quält die leute mit diesen darbietungen.
die außenübertragen sind dann aber entgegen des (nichtvorhandenen) planes nacheinander, und erfordern doch jeweils den einsatz des ganzen materials. also erst die eine box von b nach a geschleppt, und dann später beide boxen von a nach b. wenigstens was zu tun. zwischenzeitlich gelüstet jemandem sein telefon an das m7 anzuschließen, um von dort musik einzuspielen, wir bleiben aber wegen fehlendem ominösem adapter von telefon auf xlr dann am ende bei der klassischen cd. und so zieht sich der tag. ich versuche zu zählen wie viele kisten ich nachher habe und mache im kopf eine ladeordnung der ca. 30 kisten für den 12 tonner ;-)
immerhin hatte ich heute zeit einiges an beiträgen zu schreiben. so hat auch das schlechte was gutes.

fettschmelze....

Monday, July 7. 2008
04.07.08 – fury sögel
meinen mietwagen hatte ich gestern schon geholt und so geht es um halb 9 los nach sögel. sögel kannte ich immer nur von dem laster, der mir zu meiner schulzeit fast jeden tag zum schulschluss begegnete: „TEN KATE FETTSCHMELZE SÖGEL“ ich konnte mir da früher nichts drunter vorstellen. fettschmelze…. ekelige vorstellung. nun entere ich zum zweiten mal sögel und finde auch die bühne relativ zügig. die veranstalter von heute hatten schon vor 15 jahren ein fury konzert in der örtlichen reithalle veranstaltet. da müsste ich eigentlich schon dabei gewesen sein, erinnere mich aber an nichts. allerdings gibt es auf der seite www.fury-in-sögel.de einige schöne fotos von dem damaligen konzert. unter anderem auch dieses von der damaligen hansa pa.
bild von www.fury-in-sögel.de

heutzutage sieht das ja ganz anders aus.
selbe pa seite in modern

leider leidet der ganze tag bis zum späten nachmittag extrem unter dem dauerregen.

wir haben wieder die frühschicht. aufbauen, checken, den christo machen, catering. warten. essen. warten.
christo war da

nach uns checkt ein örtlicher support. bei solchen gelegenheiten kommt mir immer wieder die idee eines „bandcoachings“ man könnte das leben für alle einfacher machen, wenn man dem nachwuchs mal kräftig unter die arme greifen, und ganz simple zusammenhänge mal erklären würde. dann müsste ein soundcheck nicht eine stunde dauern und sich anhören wie eine probe. mal sehen. vielleicht hab ich ja demnächst mal zeit für sowas.
vielleicht lags ja aber auch am nicht passenden werkzeug im foh. während wir so tolle sachen wie den

und einen ansprechenden foh platz haben

muss der support sich mit diesem "rumärgern".

da passieren halt so seltsame sachen. wenn man im master eq des monitorweges pultintern 4k rauszieht, wird das pfeifen auf der bühne immer doller. sowas.
zum glück spielen wir heute nicht auf einem acker, sondern auf betoniertem platz. sonst wäre das eine ganz schöne schlammschlacht geworden so gießt es den ganzen tag. am späten nachmittag klärt dann endlich das wetter auf, und auch die heutige show geht trocken über die bühne. hopp die sachen verklappt und noch ein wenig im catering ein paar 19“ gespräche angezettelt. foh mann samson ist extrem angetan von seinem heutigen mopet (pa). er, der sonst immer was zu meckern hat, spricht nur gutes. das will also was heissen. eine halbe stunde später geht’s dann ins hotel. leider hat die dorfjugend den parkplatz desselbigen zum extremabhängen ausgewählt und quält alle bewohner mit einem super nervtötenden ton aus einer autobassrolle. drööööhhhhnnnnn. was die jugend so unter einem guten sound versteht bleibt mir auch wohl für immer verschlossen.

noch mal konsumieren

Monday, July 7. 2008
03.07.08 – steve lukather oldenburg staatstheater

den abend sollte ich mir freihalten für eine überraschung. die ist dann auch gelungen. ich fahre mit meiner frau nach oldenburg, ohne zu ahnen was kommt. als wir in richtung staatstheater gehen, kommt mir alles in den sinn. aber nicht steve lukather. überraschung gelungen. wir haben karten für den dritten rang. tolle sicht, aber leider etwas mäßiger ton. macht aber nichts, man gewöhnt sich an alles. der chef spielt einen kurzweiligen set. etwas gitarrenlastig (ach was) aber fast durchgängig mit gesang. bei einer etwas leiseren passage fällt ein sehr lautes rauschen der gitarrenanlage auf. das hätte ich so nicht erwartet. aber schwupps, sind zwei stunden rum. zur zugabe gibt es etwas, was nach pink floyd klingt, und am ende auch „shine on you crazy diamond“ ist. wer hätte das gedacht.
danke dafür schatz. durch den heftigen regen geht’s wieder nach hause.