auf geht's also zum letzten aufgallop der fury band. noch 17 shows stehen auf der liste. ein lustiges durcheinander aus club-, hallen- und open air shows. je nach dem, was gerade anliegt, haben wir ab jetzt eine komplette lichtanlage an bord, die entweder voll, gar nicht oder teilweise zum einsatz kommt. des weiteren natürlich unsere backline und den monitorplatz, sowie einen kompletten foh platz. der sattel ist auf jeden fall mal wieder gut gefüllt. anspruchsvoll wird nur das laden abends sein, da wir immer das, was wir am nächsten tag nicht brauchen, ganz nach vorne laden müssen. aber auch das wird sich wahrscheinlich nach ein paar tagen entspannen.
wir treffen uns mit der crew also wieder mal am hannoveraner zob und machen uns auf den weg nach erntebrück-birkelbach. häää? genau. wo ist das denn wohl. kann ich auch nicht wirklich sagen, da ich die anfahrt natürlich komplett verschlafe. auf jeden fall ganz schön in der pampa.
ort des geschehens ist die lokale mehrzweckhalle. von mir ja auch gerne "multinichtfunktionshalle" genannt. in dieser art von hallen kann man alles ein bißchen, aber nichts wirklich gut machen. angegliedert ist ein fußballplatz. leider asche, so daß das spielen dort nicht besonderen spaß machen würde. aber immerhin sind auf dem lande die dinge eindeutig geregelt, wie folgendes schild beweist:

und gemeint ist dieser platz:

und das ist die aussicht:
pünktlich um 9 uhr gehts ab zum frühstück. leider haben wir unsere tour caterer diesesmal nicht dabei. also kein luxus, aber immerhin die chance vielleicht mal ein paar kilo zu verlieren. oder wenigstens nicht zuzunehmen

aber irgendwas ist bei der versendung der anweisung nicht ganz richtig gelaufen. und als ergebnis gibt es zum frühstück nur wurst und käse als auflage. nix marmelade oder ähnliches. aber immerhin einen obstkorb, und ich bastel mir daraus erstmal einen salat. dann fällt der startschuss.
die halle selber ist nicht sehr hoch und hat natürlich keine hängemöglichkeiten. also genies für die lichttraversen. der ton wird auf diesem teil der tour örtlich gestellt. als wir um 10 uhr anfangen, sind die jungs fast fertig mit ihren towern. das system ist ein eaw. die aufstellung der bässe ist leider aufgrund von notausgängen neben der bühne und des daraus resultierenden platzmangels eher "sub" optimal. aber das bekommt der samson schon hindelayed.
wenigstens können wir den inhalt des sattels gemütlich in die halle entlehren und sortieren. der aufbau geht relativ zügig voran. es ist schließlich ja nicht die erste show der tour.
ab jetzt auch wieder dabei sind die jungs und sissi von di-rec. sie mischen in einem kleinen studio nun wieder jede show live ab, um sie direkt im anschluss auf usb sticks zu verkaufen. dieses studio benötigt immer einen möglichst abgeschiedenen raum, der aber nicht zu weit weg von der bühne sein darf, da das ganze ja mit kabeln angebunden werden muss. heute ist das studio eine der umkleiden.

die band hat sich für heute zum proben angekündigt. man möchte auf dem letzten teil der tour noch mal etwas abwechslung in die setliste bringen und hat erstmal 3 titel auf dem zettel. einer scheitert leider direkt an der ersten hürde. die benötigten samples sind erstmal nicht aufzufinden. es ist sicher schwer, über einen zeitraum von 20 jahren eine entsprechende sammlung zu pflegen und ständig abrufbereit zu halten. mit dem aussterben alter geräte geraten einige sachen einfach in vergessenheit. dann müssen sie irgendwie wiederbelebt werden. mal sehen, ob das in diesem fall noch klappt. die anderen werden geübt, und einer findet am abend auch den weg in das set. welche das konkret sind, wird hier natürlich nicht verraten.
am ende der proben ist alles klar und da der heutige support "grand avenue" von den örtlichen kollegen versorgt wird, gibt es ein wenig freizeit. und natürlich abendessen. eine große auswahl an kleinen sachen.

aufgrund der nicht sehr hohen halle ist natürlich auch die bühne nicht sehr hoch, und in verbindung mit den gittern sieht das ganze sehr "sicher" aus.

um 20 uhr geht's dann los. musikalisch sicher interessant, muss der foh mann aber noch ein wenig üben. er fährt die anlage so dermaßen an die kante, daß die sache echt unangenehm ist. erstaunlich, daß die band anscheinend die lange reise aus dänemark hierher gemacht hat um 45 minuten musik zu machen. respekt.

dann alles wie immer. umbau, line check, show. über zwei stunden. die halle kocht und die band ist lustig drauf. der abbau und das laden zieht sich etwas, aber am ende wieder alles dabei und gut. duschen in der manschaftskabine und ab ins bett.