die tage vergehen
nachdem die tour ganz kurz unterbrochen war, und ich drei gemütliche tage zu hause hatte, sitze ich nun im bus von hannover nach bozen. eine lange strecke, aber das gibt mir die gelegenheit mal wieder was zu schreiben, nachdem ja die letzten beiträge eher bildergeschichten waren.
zu berichten gibt es allerdings nicht sooo viel. in den meisten häusern waren wir ja mit der produktion schon mindestens fünf mal zu gast, da kennt man die gegebenheiten und weiß genau was geht, und was nicht , die zwei oder drei neuen waren gut bespielbar, und zu negativ darf ich mich ja über bestimmte sachen nicht äussern, das klärt man doch besser intern.
da bleibt ja fast nur noch mein lieblingsthema auf tour: die sanitären anlagen der venues und hotels. eine fast nicht zu besiegende quelle an blöd- und unsinn.
angefangen mit ganz kleinen problemchen die eigentlich nicht sein müssen: gefühlte 95% aller bäder haben keinen haken zum aufhängen von kulturtaschen mit entsprechender vorrichtung.
ebenso haben bestimmt 98% der duschen keine abstellmöglichkeit in "arbeitshöhe" für duschgel und haarwaschmittel. das führ dazu, daß man entweder das zeug oben auf die duschwand (sofern vorhanden) stellt, und nach benutzung einfach dort vergisst, da die dinger "aus den augen - aus dem sinn" sind, oder man stellt sie auf den boden, und verstellt beim hochkommen den temperaturhebel. meistens in richtung kalt. na ja soll ja gesund sein.
wassersparen - ja bitte. aber doch nicht mit diesen knöpfen wo man draufdrückt und bei denen dann geschätzte 3,48 sekunden wasser aus dem duschkopf kommt. wie soll man sich da vernünftig nassmachen???
und duschköpfe. es scheint drei hauptgattungen zu geben.
erstens: der sprühnebler. er ist in mindestens zweieinhalb metern höhe angebracht und zerstäubt das wasser, welches beim austritt vielleicht noch eine annehmbare temperatur hat, in einer weise, daß bis maximal bis zur schulter ein so feiner nebel in höchstens lauwarmen zustand ankommt, der etwas benetzt. sich mit dieser vorrichtung nass machen zu wollen ist ein fast unmöglicher vorgang. noch weniger ist es möglich, sich hier seife aus der kimme spülen zu wollen. also was soll der quatsch. die dinger sind praktisch unbrauchbar. wenn das dann noch mit einer entsprechenden wassersparvorrichtung kombiniert wird...
zweitens: der strahlschneider. im gegensatz zum sprühnebler wird hier das wasser aus einigen wenigen öffnungen mit einem derart hohen druck gepresst, daß spätestens beim säubern des genitalbereichs der spass echt aufhört.
die dritte gattung liegt irgendwo dazwischen, und ist meistens ein total verkalkter duschkopf zum in die hand nehmen, der aber dank verkalkung in alle richtungen auf einmal spritzt, so daß auch hier ein gezieltes abduschen von seifenresten fast nicht möglich ist. was ja durch ein wenig service durchaus zu vermeiden wäre.
und apropos service. ist es für stadthallen, clubs und hotels eigentlich eine unzumutbare finanzielle belastung, vielleicht einmal im monat die vorhandenen duschvorhänge zu waschen, und einmal jährlich auszutauschen? irgendwie sind immer die besonders ekeligen dinger besonders kuschelbedürftig. wenigstens die hotels sollten nach der mehrwertsteuerwenigerbelastung hierzu in der lage sein.
so weit so gut.
demnächst mehr gedanken zu allerlei unsinn auf tournee.
und dann muss ich gerade lesen, daß die EU jetzt auch duschköpfe reglementieren will. da bin ich ja mal gespannt, was dann da noch so rauskommt aus einem EU duschkopf. wahrscheinlich gequirlte sch****


Tue, 02.03.2010
statt fuchsschwanz hab ich von cer crew am letzten tag einen duftbaum bekommen. sollte ich doch mal wieder...